Was verändert sich wirklich, wenn man ein halbes Jahr EMS trainiert? Hier stehen drei Verläufe von Mitgliedern, eine ehrliche Zeitleiste und die Erklärung, warum die Waage in den ersten Wochen oft täuscht.
Was sich wann zeigt
- Nach dem ersten Training: kräftiger Muskelkater, oft stärker als erwartet
- Nach zwei bis drei Wochen: mehr Körperspannung, aufrechteres Sitzen
- Nach sechs bis acht Wochen: sichtbare Veränderungen an Umfang und Kontur
- Nach drei Monaten: messbar mehr Kraft, oft auch weniger Beschwerden im Rücken
- Nach einem halben Jahr: deutliche Veränderung in der Körperzusammensetzung
Wie schnell das geht, hängt vom Ausgangspunkt ab, von der Regelmäßigkeit und vor allem von der Ernährung.
Drei Verläufe aus unseren Studios
Uwe, Mitte 50: von knapp 100 auf unter 90 Kilo
Uwe hatte vorher nie ein Fitnessstudio betreten. Bei 1,80 Meter wog er knapp 100 Kilo. Nach dem ersten Probetraining bekam er kaum noch sein Shirt über den Kopf, entschied sich aber trotzdem für eine Mitgliedschaft.
Nach sechs Monaten mit einem Training pro Woche und einer Umstellung der Ernährung wog er unter 90 Kilo. Deutlich spürbar waren für ihn der Muskelzuwachs an den Oberarmen und die Stabilität in Rücken und Schultern. Sein Fazit: mit wenig Zeit viel erreicht.
Jens, Bürotätigkeit: 10 Kilo mit einem Training pro Woche
Jens arbeitet im Büro und hatte häufig Schmerzen in der linken Schulter sowie Kopfschmerzen. Sein Ziel: abnehmen, Muskulatur aufbauen, die Folgen des Sitzens abfedern. Bewusst blieb er bei einer Einheit pro Woche, weil er das langfristig durchhalten wollte.
Ergebnis: 10 Kilo weniger, dazu deutlich seltener Kopf- und Schulterschmerzen. Was ihn dabeigehalten hat, war nach eigener Aussage weniger die Disziplin als der Erfolg selbst, und dass immer ein Trainer dabei war, der auf ihn geachtet hat.
John: 10 Kilo und ein neues Verhältnis zum Training
Johns Geschichte haben wir ausführlich aufgeschrieben, sie steht im Beitrag John hat 10 kg mit EMS Training abgenommen.
Warum die Waage täuscht
In den ersten Wochen bewegt sich das Gewicht oft kaum, obwohl Kleidung lockerer sitzt. Der Grund: Muskulatur kommt dazu, während Fett abgebaut wird. Deshalb messen wir nicht nur das Gewicht, sondern Körperfettanteil und Muskelmasse. Erst diese Werte zeigen, ob Du auf dem richtigen Weg bist.
Dass sich der Körperfettanteil mit EMS senken lässt, zeigen auch Untersuchungen. In einer Studie von Kemmler und Kollegen aus dem Jahr 2016 verloren untrainierte Männer zwischen 30 und 50 Jahren in 16 Wochen im Schnitt rund ein Prozent Körperfett, wobei die EMS-Gruppe insgesamt weniger als die Hälfte der Trainingszeit aufwendete wie die Vergleichsgruppe.
Was Mitglieder sich vornehmen, und was daraus wird
Eine Branchenumfrage unter mehr als 1300 EMS-Trainierenden aus dem Jahr 2017 zeigt ein Muster, das wir aus dem Studio kennen: Zwei Drittel wollten den Körper straffen, ebenso viele Muskeln aufbauen, knapp die Hälfte Rückenbeschwerden verringern, gut 40 Prozent abnehmen. Erreicht haben nach eigener Einschätzung rund 62 Prozent den Muskelaufbau und 44 Prozent weniger Rückenbeschwerden, aber nur etwa ein Viertel eine Gewichtsabnahme.
Das passt zu dem, was wir sehen: Ohne Veränderung der Ernährung bleibt die Waage meist stehen, während Kraft und Haltung sich trotzdem verbessern.
Was nicht passiert
Niemand verliert mit EMS in vier Wochen zehn Kilo. Es ersetzt keine Ausdauergrundlage und keine ärztliche Behandlung. Wer mit anhaltenden Beschwerden kommt, sollte die Ursache zuerst abklären lassen.
Deinen eigenen Ausgangspunkt kennen
Im kostenlosen Probetraining machen wir eine Körperanalyse. Damit hast Du Deinen Startwert schwarz auf weiß und kannst später vergleichen. Wir trainieren in Berlin-Zehlendorf, Kleinmachnow und Potsdam.
