EMS Training mit Kettlebell und Trainerin bei AproSports

EMS steht für Elektromyostimulation. Du trägst einen Anzug mit eingenähten Elektroden, die auf den großen Muskelgruppen aufliegen. In festen Abständen kommt ein Impuls, der die Muskulatur anspannt, während Du Übungen machst. In 20 Minuten arbeiten dabei fast alle Muskelgruppen gleichzeitig.

Vorerfahrung brauchst Du dafür nicht. Bei uns trainieren Menschen, die seit Jahren keinen Sport gemacht haben, genauso wie Mitglieder jenseits der siebzig. Das Tempo, die Stärke des Impulses und die Übungen richten sich nach Dir, nicht umgekehrt.

Woher EMS kommt

Die Methode stammt aus der Therapie. Reizstrom wird dort seit dem 19. Jahrhundert eingesetzt, ab den 1960er Jahren kamen zahlreiche Formen der Elektrotherapie dazu, etwa zur Schmerzbehandlung oder zur Aktivierung von Muskulatur nach Verletzungen. Im Leistungssport dient EMS zur Leistungssteigerung und zur Verkürzung von Regenerationszeiten. Seit 2007 wird EMS in kleinen Studios auch für das normale Fitnesstraining angeboten.

Wie eine Einheit abläuft

Der Impuls hat eine bestimmte Frequenz, Stärke und Dauer und wirkt nur auf die Skelettmuskulatur. Dein Trainer stellt ihn individuell ein und steigert ihn in kleinen Schritten. Während der Impuls anliegt, machst Du Übungen, die Dein Trainer vorgibt. Nach 20 Minuten ist die Einheit vorbei, mit Umziehen und Duschen bist Du in unter einer Stunde wieder draußen.

Was funktionales EMS bei uns bedeutet

Anfangs war EMS statisch: aufrecht stehen, langsam bewegen, das war es. Wir arbeiten anders. Kettlebells, Schlingentrainer, Langhantel und Bodenübungen gehören bei uns zur Einheit, dazu wechselnde Frequenzen, damit sich die Muskulatur nicht an den Reiz gewöhnt. Auf Wunsch trainierst Du EMS auch als Cardioeinheit auf dem Crosstrainer.

Der Unterschied ist im Training spürbar: Du trainierst Bewegungen statt Positionen, und Koordination und Stabilität kommen dazu.

„Funktional“ klingt nach Leistungssport, gemeint ist das Gegenteil: Es geht um Bewegungen, die Du im Alltag brauchst, also aufstehen, bücken, tragen, Treppen steigen. Eine Kettlebell wiegt bei uns manchmal vier Kilo, manchmal gar nichts, weil wir die Übung ohne Gewicht machen. Wer nicht auf den Boden kann, trainiert im Stand oder im Sitzen.

Was EMS bringt

  • Die Trainingszeit sinkt von 90 bis 120 Minuten auf 20 Minuten pro Woche
  • Die tief liegende Rumpfmuskulatur wird erreicht, die klassisches Training oft auslässt
  • Weniger Belastung für die Gelenke, weil kaum schwere Gewichte bewegt werden
  • Muskuläre Ungleichgewichte lassen sich gezielt angehen
  • Durch Kleingeräte kommen Koordination und Stabilität dazu

Was daraus für Dich wird, hängt vom Ziel ab. Mehr dazu auf den Seiten zu Rückenschmerzen, Abnehmen und Aufbauen, Formen und Festigen und Fitness verbessern.

Für wen EMS geeignet ist

Aeltere Frau beim EMS Training mit Trainer im Studio

Ein großer Teil unserer Mitglieder ist zwischen 45 und 75 Jahre alt. Viele kommen nach Jahren ohne Sport zu uns, andere nach einer Verletzung oder mit Beschwerden im Rücken oder in den Gelenken.

Gerade dafür eignet sich EMS gut: Du bewegst kaum Gewicht, die Gelenke werden geschont, und die Belastung wird über den Impuls gesteuert statt über Hanteln. Dein Trainer sieht jede Bewegung und passt an, wenn etwas zwickt. Niemand trainiert bei uns in einer Gruppe, in der er mithalten müsste.

  • Einsteiger ohne jede Trainingserfahrung
  • Wiedereinsteiger nach längerer Pause
  • Menschen mit Rücken- oder Gelenkbeschwerden, in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt
  • Ältere, die Muskulatur und Beweglichkeit erhalten wollen
  • Berufstätige mit wenig Zeit

Wann EMS nicht infrage kommt

Während einer Schwangerschaft und mit Herzschrittmacher trainierst Du kein EMS. Bei vielen anderen Erkrankungen ist Training möglich und teils sinnvoll, das gehört aber vorher mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen. Vor Deinem ersten Training gehen wir einen kurzen Gesundheitsbogen mit Dir durch.


Was in einer Mitgliedschaft enthalten ist

  • Keine Anmeldegebühr
  • Training als EMS Kraft oder EMS Cardio, Du entscheidest pro Termin
  • Regelmäßige Körperanalysen
  • Ernährungsberatung zum Vertragsstart
  • Training immer mit Trainer, höchstens zu zweit auf der Fläche
  • Trainingskleidung, Handtuch und Getränk auf Wunsch inklusive
  • Laufzeiten von 6, 12 oder 24 Monaten bei ein bis drei Trainings pro Woche

Ohne Bindung gibt es das Starterpaket mit 6 Trainings und die 10er Karte. Die genauen Preise stehen auf den Seiten der Studios, weil sie sich je Standort leicht unterscheiden.

Wo Du trainieren kannst


Häufige Fragen zum EMS Training

Bin ich zu alt oder zu untrainiert für EMS?

Nein. Der Impuls wird auf Dein Empfinden eingestellt, und die Übungen richten sich nach dem, was Du kannst. Viele unserer Mitglieder haben mit EMS nach Jahren ohne Sport wieder angefangen.

Wie oft sollte man EMS trainieren?

Einmal pro Woche ist der Standard, weil die Muskulatur danach mehrere Tage Erholung braucht. Zwei Einheiten sind möglich, wenn man Kraft und Cardio kombiniert.

Ersetzt EMS klassisches Krafttraining?

Für die meisten Ziele ja, weil in 20 Minuten alle großen Muskelgruppen arbeiten. Wer sehr gezielt Masse aufbauen will, kommt um klassisches Training mit hohen Gewichten nicht herum.

Spürt man den Strom unangenehm?

Man spürt ein deutliches Ziehen und Kribbeln. Angenehm oder unangenehm ist Gewöhnungssache, die Stärke bestimmst Du selbst.

Wie schnell merkt man etwas?

Muskelkater meist am ersten Tag, mehr Körperspannung nach zwei bis drei Wochen. Sichtbare Veränderungen zeigen sich in der Regel nach sechs bis acht Wochen regelmäßigen Trainings.

Was kostet EMS Training?

Mitgliedschaften starten bei 24 Euro pro Einheit. Das Probetraining ist kostenlos und unverbindlich.

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