Ab und zu liest man von Verletzungen beim EMS Training. Gleichzeitig ist die Verletzungshäufigkeit im Vergleich zu anderen Fitness- und Gesundheitssportarten gering, weil Du mit wenig Zusatzgewicht, kontrollierter Bewegung und ohne Gegner trainierst. Worauf es trotzdem ankommt, steht hier.
1. Ein sanfter Einstieg
Die meisten lernen EMS im Probetraining kennen. Dabei stecken Studios in einer Zwickmühle: Wer noch nie mit Impuls trainiert hat, unterschätzt das Training oft und denkt an den Bauchweg-Gürtel von früher. Also dreht mancher Trainer den Impuls kräftig auf, um zu zeigen, dass das kein Spielzeug ist.
Der Körper kennt diese Belastung aber noch nicht. Die Folge ist starker Muskelkater, und dabei tritt vermehrt das Enzym Kreatinkinase aus den Muskelzellen aus, kurz CK. Wer danach zum Arzt geht, bekommt teils erschreckend hohe Werte zu sehen. Bei starkem Muskelkater ist das normal, und die Werte fallen von Training zu Training. Besser ist trotzdem, wenn sie gar nicht erst so hoch ausfallen.
Deshalb machen wir es so:
- Das erste Training dauert 15 statt 20 Minuten
- Der Impuls geht anfangs nur so weit hoch, bis Du ein deutliches Kribbeln spürst
- Dauer und Stärke steigern wir erst über die nächsten Einheiten
Beim Laufen würdest Du am ersten Tag auch keine 20 Kilometer im Renntempo laufen. Genauso ist es hier.
2. Nie ohne Trainer
In manchen Studios wird man eingewiesen und dann allein gelassen, in anderen trainieren bis zu zehn Leute gleichzeitig. Beides halten wir für falsch. Zwei Personen sind das Maximum, das ein Trainer im Blick behalten kann.
Als Einsteiger kannst Du nicht wissen, wann der Impuls stark genug ist und welche Übung wann passt. Genau dafür ist der Trainer da. Frag beim Probetraining ruhig nach, ob jemand die ganze Zeit dabei ist und wie viele Personen gleichzeitig betreut werden.
3. Ausbildung des Trainers
- sportwissenschaftlicher Hintergrund
- eine spezielle EMS-Ausbildung in Theorie und Praxis
- während des Trainings volle Aufmerksamkeit für Dich
- laufende Korrektur statt Danebenstehen
Der zweite Punkt ist der wichtigste. Dafür gibt es heute eigene Zertifizierungsstellen, alternativ übernimmt das die Studioleitung. Bei uns durchläuft jeder neue Trainer einen festen Plan, bevor er eine Einheit anleiten darf.
4. Genug Erholung
Mit Muskelkater zu trainieren bringt nichts: Es verschlimmert ihn, Du kannst nicht intensiv arbeiten, und das Verletzungsrisiko steigt. Muskelkater sind Mikrorisse in der Muskulatur, die anschwellen und wehtun. Mit solchen Rissen weiterzutrainieren ist keine gute Idee.
Gerade am Anfang oder nach einer längeren Pause ist man übermotiviert. Mach lieber ein paar Tage länger Pause und frag Deinen Trainer, wann die nächste Einheit sinnvoll ist.
5. Zertifizierung des Studios
EMS-Studios können sich vom TÜV zertifizieren lassen. Dabei werden Handlungspläne für Notfälle erarbeitet, Trainer geschult und Gefahrenquellen beseitigt. Ein sinnvoller Anhaltspunkt bei der Studiowahl.
6. Essen und Trinken
- Trainiere nicht mit leerem Magen
- Trainiere nicht mit vollem Magen
- Trainiere nicht, wenn Du über den Tag kaum getrunken hast
- Am besten: ausreichend getrunken und eine Kleinigkeit im Magen
Wenn Du diese sechs Punkte bei der Studiowahl und in der Trainingsplanung beachtest, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.
Dein Training nehmen wir persönlich.
Alex
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